Minderheitensprachen aktuell 2011

Grundtvig Workshop
"Zukunftsfähig: Minderheitssprache wird gelebt"

Workshop Nummer: 2010-1-DE2-GRU13-04827
Ort: Bad Zwischenahn
Datum: 05/06/2011 11/06/2011


12 Interessierte aus 6 europäischen Ländern sind der Einladung nach
Deutschland / Bad Zwischenahn gefolgt, um sich vom 5.-11.Juni 2011 mit der
aktuellen Situation von Minderheiten-/Regionalsprachen zu beschäftigen und
gleichzeitig eine internationale Lernerfahrung zu machen. Dabei hat dieser
Workshop die Besonderheit, dass er sehr viele Lernstandorte außerhalb des
Seminarraums mit einbezieht = Lernerfahrungen finden vor Ort statt und
sichern sehr große Praxisnähe = Vieles kann so 1:1 auf eigene
Umsetzungsmöglichkeiten übertragen werden.

Zunächst geht es um Sprachgeschichte, um dann gleich bei einem
Abendessen zu erleben, wo und wie heute noch Niederdeutsch in der Familie
und im täglichen Leben genutzt wird. Sprachlebendigkeit ist auch dadurch zu
sichern, dass Schulen diese mit in den Unterricht einbeziehen. Die besuchten
Schulen in Elmendorf (Niederdeutsch) und Scharrel (Friesisch) zeigen die
Lebendigkeit der Sprache in der Grundschule. Es ist eine Freude, den Eifer
der Kinder beim Sprachunterricht zu erleben!


Tagesaktuell:

(1) Die Bibliothek Bad Zwischenahn ist sehr modern aufgestellt, die niederdeutsche Sprache und mit ihr tagesaktuelle Autoren auch schon mal mit einem Kriminalroman! - werden zeitgemäß präsentiert.
(2) Der lokale Radiosender Scharrel sendet auf Friesisch, ohne dabei auf POP-Musik zu verzichten.
Europäische Vernetzung wird am Bespiel der Wesermarsch-Gemeinde Jade
deutlich, wo der Kontakt zur ungarischen Partnergemeinde Bakonynána auch
deshalb so gut gelingt, weil dort die Minderheitensprache Deutsch weiter
vermittelt wird. Eine lebendige Bürgerpartnerschaft und ein gemeinsames
COMENIUS Schulprojekt legen davon Zeugnis ab.
Die Diskussion im EUROPA DIRECT Büro MCON in Oldenburg, zeigt auf, dass die EU überall Kontakte zwischen den Einrichtungen und Bürgern Europas unterstützen möchte. Gerne nehmen die Teilnehmer des Workshops mit, dass auch in ihren Heimatländern überall dieses Beratungsmöglichkeiten bestehen.


Wesentliche Ergebnisse des Lernaufenthalts sind:

(1) die fachliche Information über Sprachen, Sprachnutzung und deren unmittelbare Bedeutung für die Kommunikation in Europa zu erhalten,
(2) die Vielfältigkeit und persönliche Bereicherung einer internationalen Lernerfahrung zu erleben und
(3) sich dadurch persönlich motiviert zu fühlen, das ganze Europa in die
eigene Lern-/Lebens-/Arbeitsplanung berücksichtigen zu wollen.

Weitere Informationen erhalten Sie von ahlers@coneed.eu



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